Die Physisch/Physiologischen Grundlagen

Der Zweck der biologischen Psychologie ist es, die organischen Ursachen des Verhaltens zu untersuchen.  Um mit dieser Untersuchung fortzufahren, ist es notwendig, die Menge der Neuronen zu berücksichtigen, aus denen sich das Nervensystem zusammensetzt – jeder von uns hat zwischen 100 und 150 Milliarden – und was seine Aktivität beeinflussen kann, sind z.B. Hormone.

Die angewandten Neurowissenschaften teilen die gleichen Technologien, Werkzeuge und Protokolle wie die reine neurowissenschaftliche Forschung, eine interdisziplinäre Wissenschaft (Biologie, Psychologie, Ingenieurwesen), die sich mit der Erforschung des Nervensystems und der Korrelation zwischen psychologischen Funktionen und neuronalen Schaltkreisen beschäftigt. Die Wissenschaft hat inzwischen gezeigt, dass die meisten unserer Entscheidungen unbewusste Ableitungen haben, sie hängen von Prozessen ab, die unser Gehirn ohne unser freiwilliges Handeln durchführt. Der neurowissenschaftliche Ansatz ermöglicht es, direkt am Gehirn zu arbeiten, die Reaktionen bei bestimmten Reizen zu erkennen und so Zugang zu hochgradig prädiktiven Informationen über Verhalten und Entscheidungen zu erhalten.

Spezifisch befassen sich angewandte Neurowissenschaften und Biometrie heute mit der Erforschung neuronaler Mechanismen, die Entscheidungen und Präferenzen des Einzelnen bestimmen und dem Verständnis wie die Variablen der Außenwelt unsere kognitiven Prozesse, Gedanken oder Emotionen auf einer tief verankerten Art und Weise beeinflussen können. 

Der Aktionsradius kann alle Lebensbereiche abdecken, denn wenn man eine Erfahrung macht oder eine Entscheidung trifft, gibt es immer eine neuronale Aktivität, die durch den Einsatz modernster Werkzeuge und Methoden der Neurowissenschaften (wie Eyetracking, Galvanic Skin Response und Elektroenzephalogramm) gemessen und dekodiert werden kann.

In Biosphera Umgesetzt

Dank des Einsatzes der angewandten Neurowissenschaften und ihrer ausgeklügelten Messsysteme sind wir heute in der Lage, einen privilegierten Einblick ins Verständnis der emotionalen/kognitiven Variationen des Menschen beim erleben jeglicher Art von Erfahrung zu haben.

Der Fall Biosphera stellt das ideale Anwendungsszenario dar, dank dem wir den größtmöglichen Nutzen gezogen haben.

Der Arbeitsprozess konzentriert sich auf die Messung des tatsächlich wahrgenommenen Komforts (multifaktorielle Dimension, heutzutage quantifizierbar und verständlich) in Bezug auf alle möglichen Variationen innerhalb des Moduls.

Sobald wir eine Art „Toleranzfenster“ etabliert haben, in dem sich die Menschen in ihrer Komfortzone befinden, rekonstruieren wir alle äußeren Elemente so, dass sie die von uns zu Beginn festgelegten Grenzwerte nie überschreiten. Mit anderen Worten, werden dank der Echtzeitmessungen unseres Teams alle Variablen wie Temperatur, Helligkeit, Akustik, Belüftung usw. ständig so eingestellt und kalibriert, dass sie niemals Störungen oder Situationen hervorrufen, die Stress oder Unannehmlichkeiten verursachen können.

Die heute ad hoc optimierten Algorithmen ermöglichen es auch, auf statistischer Basis die Variablen vorherzusagen und den Bedarf des Benutzers zu antizipieren, bevor er ihn realisiert.

Auf diese Weise ist Biosphera eine dynamische und „alloplastische“ Realität, die in der Lage ist, ihre Form an die tatsächlichen Bedürfnisse der Nutzer die sie bewohnen, anzupassen.

Die neurologische Wahrnehmung von Biosphera Equilibrium wurde dank der Beratung von Andrea Bariselli und Mario Ubiali konzipiert und realisiert.

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