Theoretische Grundlagen: die störenden Geräusche

Die Umgebung, in der wir leben, ist voller Klänge und Lärm. Dies ist die erste Unterscheidung, die man machen muss. Der menschliche Wahrnehmungsapparat ist auf das Verständnis von Sprache spezialisiert, unser Gehör ist besonders effizient bei der Wahrnehmung von mittleren Frequenzen, die der Sprache entsprechen. Dieser Frequenzbereich umfasst jedoch nicht nur „positive“ Klänge (Musik, Sprache, natürliche Klänge), sondern auch Geräusche, die wir als störend empfinden können (Anlagen, Alarme, Sirenen, Verkehr…), deshalb ist es in vielen Fällen ratsam, sich zu isolieren.

Viele der Gebäude, in denen wir arbeiten, leben und ruhen, befinden sich in lauten Umgebungen. Stille ist unerlässlich für die Konzentration, Ruhe und Reduzierung von Müdigkeit in der Wahrnehmung unserer Umwelt. Daher ist im Laufe der Zeit die Notwendigkeit entstanden, Gebäude nicht nur so zu gestalten, dass sie einen guten thermischen Komfort bieten und statisch sicher sind, sondern auch so zu isolieren, dass sie Ruhe, Privatsphäre und ein ideales Wohnumfeld auch unter akustischen Sichtpunkten gewährleisten.

Die Klänge in Biosphera

Im Projekt Biosphera 3.0 haben wir versucht, einen sehr hohen Schallschutz zu erreichen, indem wir viele Schichten leichter Materialien miteinander gekoppelt haben, die so sorgfältig ausgewählt wurden, dass sie die statischen und thermischen Funktionen erfüllen und gleichzeitig auch natürlichen Ursprungs oder jedenfalls leicht recycelbar sind. Die strukturelle Trennung zwischen den verschiedenen Schichten unterschiedlicher Dichte und Dicke, ist hinsichtlich der Masse viel effizienter als ein monolithisches Material und zudem vielseitiger, dadurch erfüllt es besser die anderen Eigenschaften, die ein Experimentierwohnheim wie Biosphera 3.0 erfordert.

Die akustische Wahrnehmung von Biosphera Equilibrium wurde dank der Beratung von Paolo Galaverna entworfen und realisiert.

In zusammenarbeit mit